Heute war ein Tag zum Lernen und Entdecken – das allein brachte mich nicht ins Schwitzen, aber Tokios Hitze dann schon. Nach dem Frühstück habe ich mich auf die Suche nach einem Goshuin-chō gemacht – einem japanischen Stempelbuch für Tempel und Schreine. Google Maps ist dabei durchaus hilfreich, aber in Einkaufszentren mit acht Stockwerken heißt es trotzdem: Augen auf und suchen. Am Ende wurde ich im Tokyu Hands in Ginza fündig. Ich konnte zwei wunderschöne Bücher mit Holzumschlag ergattern. Perfekt für meine geplante „Pilgerreise“ durch Tokios Tempelwelt.
Natürlich blieb es nicht beim Goshuin-chō – wenn man in Japan durch ein Kaufhaus streift, stolpert man früher oder später über einen Pokémon-Shop. So auch heute.





Mit dem frisch gekauften Stempelbuch in der Tasche ging es dann zu drei Tempeln, die mich bereits bei meinem letzten Besuch beeindruckt hatten. Mein erster Stopp war der Zōjō-ji Tempel [Google Maps Link]. Dort habe ich mich gleich zu einer besonderen Erfahrung entschlossen: dem Shakyō. Dabei schreibt man eine buddhistische Sutra (in meinem Fall das Herz-Sutra) per Hand ab – ganz in Stille und Konzentration. Eine einfache, aber tief meditative Tätigkeit. Am Ende ergänzt man das Blatt mit seinem Namen und übergibt es einem Mönch, der es später rituell auf dem Altar verbrennt. Als Zeichen der Teilnahme erhält man ein besonderes Goshuin – ein wunderschöner Auftakt für mein neues Pilgerbuch. Die weiteren Tempel waren Hoshuin Tempel [Google Maps Link] und Ono Terusaki Schrein [Google Maps Link]







Für alle, die sich ebenfalls für Goshuin interessieren, werde ich noch einen eigenen Blog gestartet. Dort werde ich – so gut ich kann – alle meine gesammelten Goshuin dokumentieren: mit Fotos, Tempelinfos und Google Maps Links.
Da es in Tokio heute drückende 32°C mit 70 % Luftfeuchtigkeit hatte, habe ich am Nachmittag eine Pause im angenehm kühlen Hotelzimmer eingelegt. Gegen 18 Uhr bin ich dann noch einmal los und habe Akihabara unsicher gemacht. Diese Mischung aus Elektronikläden, Anime-Figuren, Retro-Games und Spielhallen ist immer wieder faszinierend. Hier ein kleiner Einblick in eine der Spielhallen:




Zum Abschluss des Tages gab’s noch etwas Süßes: einen Crêpe mit Schlagsahne und frischen Beeren – und ich muss sagen: Mhhjammmm!
