Früher Start in den Alltag
Gestern war der Orientierungstag an der Sprachschule. Da es von der Gastfamilie aus ganze 1,5 Stunden Anreiseweg (davon ca 25. Minuten Fussweg bis zum Bahnhof) sind, ging es bereits um 7:15 Uhr los. Leider fiel diese Zeit genau in die morgendliche Rushhour, was sich in der extrem vollen Metro bemerkbar machte. An einer Haltestelle war es besonders heftig: Wir standen ohnehin schon eng und wurden dann von der einsteigenden Menge einfach weitergedrückt.
Orientierung im Shibuya Sakura Stage Tower
Die Schule befindet sich im 36. Stockwerk des Shibuya Sakura Stage Tower – ein beeindruckendes, aber auch etwas kompliziert erreichbares Gebäude. Vom Bahnhof aus geht es zunächst unterirdisch zum richtigen Ausgang, dann über Rolltreppen in den 5. Stock. Von dort bringt ein erster Aufzug uns in den 28. Stock, wo es durch eine Sicherheitskontrolle mit QR-Code geht – erst danach gelangt man mit einem weiteren Lift ins 36. Stockwerk.
Trotz genug Zeitreserve waren wir dank des dichten Verkehrs erst vier Minuten vor 9 Uhr am Bahnhof – was bedeutete, dass wir etwas knapp dran waren. Glücklicherweise begann die Orientierung erst um 9:40 Uhr, sodass es am Ende kein Problem war.
Einblick in Schulalltag und Organisation
Während der Einführung wurden viele Informationen wiederholt, die bereits im Vorfeld per Mail und Post verschickt worden waren. Spannender waren jedoch die Details zum täglichen Ablauf, dem Lehrpersonal und den zusätzlichen Schulgebäuden. Denn: Aufgrund der hohen Anzahl an Schülern (ca. 140 Neuankömmlinge) sind alle Gastfamilien ausgebucht – und sogar die Schule musste zusätzliche Räume in nahegelegenen Gebäuden anmieten. Diese liegen rund 5–10 Minuten vom Hauptstandort entfernt.
Kleine Stadtführung durch Shibuya
Nach der Orientierung gab es noch eine kleine Führung durch den Bahnhofsbereich von Shibuya, der – wie sich herausstellte – ein echtes Labyrinth ist. Ganze 7 Metro-Linien und ein JR-Bahnhof kreuzen sich dort, verteilt unterhalb verschiedene Türme und unterirdische Ebenen. Die Tour endete an der berühmten Shibuya-Kreuzung, an der alle Fußgänger gleichzeitig grün haben und scheinbar chaotisch in alle Richtungen laufen – ein ikonisches Bild!
Hitze, Handventilator und Heimweg
Im Anschluss habe ich mir in Shibuya ein paar Dinge besorgt – darunter einen kleinen Handventilator, der bei 35 °C und hoher Luftfeuchtigkeit fast schon überlebensnotwendig ist. Die heiße Luft fühlt sich zwar fast wie ein Föhn an, aber selbst der kleinste Luftzug hilft.
Die erste Aktivität der Schule war ein Ausflug ins Pokémon Center und zum Nintendo Store – da ich beide aber schon kannte und mit der Hitze kämpfte, entschied ich mich, den langen Rückweg zur Gastfamilie anzutreten.
Abendessen – ungewohnt
Das Abendessen war gewöhnungsbedürftig. Es gab eine Art Chicken-Curry, bei dem das Fleisch allerdings ziemlich fettig war. Zusätzlich wurde ein anderes Fleischgericht serviert – ich vermute Kutteln. Ich war der Einzige, der davon den Teller leer gegessen hat.
Fazit: Erschöpft, aber voller Eindrücke
Der Abend endete mit Kopfschmerzen, was wohl auf die Kombination aus Hitze, Menschenmengen, neuen Eindrücken und der vielen Informationen zurückzuführen ist. Schlafen fiel mir schwer – aber trotz allem: Es war ein intensiver und lehrreicher Tag, und ich bin gespannt, was als Nächstes kommt.
Shibuya? Nie zuvor gehört, sieht aber sehr beeindruckend aus. Mir scheint es auch so, dass du bei der Verpflegung keine Gefahr läufst, zuzunehmen. Die Portionen sehen doch recht übersichtlich aus.
Beeindruckende Bilder 🙂