Hiragana Schreibübung

Gestern stand mein zweiter Schultag an.

Den Vormittag habe ich fast komplett damit verbracht, mir die neuen Schulbücher durchzusehen und mir einen Überblick über den kommenden Lernstoff zu verschaffen. Dabei hat mich vor allem das Tempo überrascht: Laut Lehrbuch soll der komplette Stoff in nur 18 Lektionen à 120 Minuten durchgearbeitet werden. Das Vokabelbuch enthält dafür rund 700 Wörter! Laut Stundenplan soll das alles in drei Wochen passieren.

Wenn das wirklich das Lerntempo ist, muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich mit der Schule bespreche, ob es einen Kurs mit etwas weniger Druck gibt. Bei 3–4 Stunden täglichem Pendeln und meinem eher gemächlichen Lerntempo bei Sprachen, besonders bei Vokabeln, möchte ich ungern die Hälfte meines Sabbatical mit nichts als Lernen verbringen. Ein Burnout ist nicht mein Ziel – es ist schließlich immer noch meine Freizeit, und die ist hier nicht gerade billig.

Aber ich warte noch ein paar Tage ab, bevor ich etwas unternehme.

Um die Mittagszeit bin ich wieder Richtung Schule aufgebrochen – bei brutaler Hitze.

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Ab 15:40 Uhr hatten wir dann vier Lektionen Hiragana (insgesamt 160 Minuten). Wir haben jedes Zeichen mehrfach ins Übungsheft geschrieben und anschließend einfache Leseübungen mit den neu gelernten Schriftzeichen gemacht.

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Witzig war auch, dass ich bereits von mehreren Mitschülern auf mein Schulmaterial angesprochen wurde. Einige waren total begeistert von meinen ausradierbaren Tintenrollern, und eine Person wollte wissen, woher ich mein gehäuseltes Notizpapier habe. Tja – alles aus der guten alten Heimat. 🙂

Nach dem Unterricht habe ich dann zum ersten Mal an einer Aktivität teilgenommen: dem „International Café“. Dort treffen sich EF-Studenten mit japanischen Studierenden zum Sprachaustausch. Die Idee: Die Japaner sprechen Englisch, wir Japanisch. Da ich nach nur einem Tag noch weit von Konversationen auf Japanisch entfernt bin, habe ich mich dann doch auf Englisch unterhalten.

Es war trotzdem spannend – auch wenn ich mit Abstand der Älteste war. Die meisten japanischen Studenten waren zwischen 19 und 22 Jahre alt, ich war wohl mindestens 15 Jahre älter als der zweitälteste Teilnehmer. Aber das Gesprächsklima war freundlich und offen, und am Ende wurde fleißig Instagram ausgetauscht.

Dann ging es wieder auf die lange Heimfahrt.

Zum Schluss noch zwei weitere Bilder aus dem 36 Stock.

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Shibuya Crossing von oben

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