Ein freier Morgen, ein Geistesblitz

Heute war – wie geplant – ein ruhiger Tag. Gleich vorneweg: Ich habe keine Fotos gemacht. Ich bin zwar fürs Frühstück normal um 7 Uhr aufgestanden, hatte danach aber jede Menge Zeit für mich. Fast den ganzen Morgen habe ich am PC gespielt – die erste richtige Gaming-Session seit ich in Japan bin. Die Pause tat richtig gut.

Nach dem Gaming wollte ich eigentlich gleich ein paar Vokabeln in meine Lern-App eintragen. Nach einer Stunde Arbeit war ich aber noch nicht mit der Lektion durch, die ich mir vorgenommen hatte. Das hat mich etwas genervt, denn aktuell bin ich dem Stoff so weit voraus, dass ich die Wörter für die nächste Lektion schon ein bisschen kenne. Trotzdem frisst das Erfassen enorm viel Zeit.

Am Nachmittag bin ich etwa eine Stunde früher zur Schule gegangen und habe mich zu Marcus gesetzt – mit ihm hatte ich ja am Freitag die Präsentation gemacht. Er war gerade dabei, dieselben Wörter zu erfassen, die ich schon in der Lern-App erfasst habe. Im Gespräch darüber, wie mühsam das ist, kam uns beiden gleichzeitig die Idee, das Ganze über ChatGPT zu automatisieren. Wir haben zuerst die Seiten abfotografiert und konvertieren lassen, aber ich hatte noch Probleme beim Importieren in die Lern-App. Ich musste aber auch mitten drin aufhören, da der Unterricht begann.

Der Unterricht selbst war heute ganz okay. Wir sind nicht komplett durch eine Lektion gekommen, also noch etwas langsamer als gedacht. Einerseits ist das für mich gut, weil ich so gründlicher lernen und mehr wiederholen kann. Andererseits geht’s halt langsamer vorwärts, und das heißt, dass ich weniger neuen Stoff mitnehmen kann.

Um 20 Uhr war der Unterricht fertig. Eigentlich wollte ich nur kurz etwas essen und dann heim, aber Marcus fragte, ob ich mit ihm und ein paar anderen Studenten in Shibuya Crossing essen gehen möchte. Wir landeten in einem mexikanischen Restaurant – das war erst die dritte nicht-japanische Mahlzeit in 1½ Wochen. Danach ging jeder seinen eigenen Heimweg.

Unterwegs habe ich weiter wegen der Vokabeln recherchiert und schließlich das Vokabelbuch als PDF im Internet gefunden. Mit dieser digitalen Version musste ich keine Fotos mehr machen und konnte innerhalb von nur 30 Minuten alle Vokabeln sauber importieren. Jetzt muss ich nur noch eine Japanisch-Deutsch-Version erstellen. Das spart mir pro Woche rund vier Stunden Arbeit – was so eine Pause alles bewirken kann. Die englische Version habe ich natürlich mit Marcus geteilt, schließlich hatten wir die Idee gemeinsam.

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