BBQ und ein Kirchgang

Gestern hatte ich wieder erst am Nachmittag Schule, daher habe ich den Vormittag damit verbracht, meine Vokabelliste weiter zu verfeinern. Leider stellte sich die Aufgabe als zu komplex für die KI heraus. Da ich ohnehin alle Einträge auf Fehler kontrollieren musste, habe ich damit direkt begonnen.

Diesmal bin ich zusammen mit meinem norwegischen Mitbewohner zur Schule gegangen. Er zieht am Wochenende in die Studentenresidenz um, weil er Schwierigkeiten mit unserer Gastmutter hatte und eigentlich nur hier ist um zu schlafen. Da es momentan 50 % Rabatt auf die Residenz gibt, hatte ich ihm die Idee vorgeschlagen – er hat es sofort abgeklärt.

Im Unterricht standen wieder die Hiragana-Zeichen auf dem Plan. Ich hatte eigentlich gedacht, wir würden direkt zu Katakana wechseln, da die fehlenden Hiragana nur Kombinationen der bereits gelernten Zeichen sind. Stattdessen haben wir sie noch durchgenommen und mit ein paar Spielen wiederholt – unter anderem ein Memory mit den einzelnen Zeichen.

Während der Pause hatte Hernan mir seine ersten Goshuin gezeigt, die er gesammelt hat. Er hat damit angefangen, nachdem ich vor einigen Tagen davon geschwärmt habe. Eines davon war besonders schön – so schön, dass ich es mir in den nächsten Tagen auch holen möchte. Jetzt teilen wir uns die Google-Maps-Positionen der schönsten Goshuin. Es macht richtig Spaß, dieses japanische Hobby mit Mitstudenten zu teilen.

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Sicht auf Shibuya Crossing bei Dämmerung
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Shibuya Crossing

Die Schule war um 18:30 Uhr fertig, genau rechtzeitig für meine gebuchte Abendaktivität: Yakiniku, japanisches BBQ. Jeder Tisch hatte seinen eigenen Grill, und über ein Tablet konnte man jederzeit weiteres Fleisch mit verschiedenen Marinaden bestellen – so viel man wollte. Entsprechend lange saßen wir zusammen.

Yannik, der Schweizer, mit dem ich am Sonntag unterwegs war, war auch dabei. Gemeinsam sind wir danach noch in die Bar The Church gegangen, die ich schon von meinem letzten Tokio-Urlaub kannte und gleich eine Strasse weiter war. Sie sieht von außen wie eine Kirche aus und ist innen ebenfalls mit Kirchenelementen dekoriert – inklusive einem DJ-Pult als Altar und Kirchenbänken als Sitzplätzen. Das Personal (nur Frauen) war als Nonnen verkleidet. Spannend, dass solche Konzepte in Europa wohl als kulturelle Aneignung diskutiert würden, während es in Japan einfach Teil der Unterhaltung ist.

Zum „Reinwaschen“ gab es für mich zwei Gin Tonic – zusammen nur 9 CHF, was man sich in der Schweiz kaum vorstellen kann. Entsprechend wurde es ein später Abend.

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