Von heissen Quellen zu den Subtropen

Am Mittwoch habe ich den ganzen Tag in Matsuyama verbracht. Wie schon in den Tagen zuvor war mir das Wetter hold, und ich konnte mich über Sonne freuen.

Zuerst ging ich zum Dōgo Onsen, dem bekanntesten Onsen in Matsuyama, und ließ mich in der heißen Quelle bei 42 °C ordentlich durchkochen. Da ich am Vormittag dort war, konnte ich sowohl den großen Touristenmassen als auch dem Feierabendansturm entgehen. Als Souvenir habe ich mir ein Handtuchset des Onsen gekauft. Darauf ist ein weißer Reiher abgebildet. Der Sage nach badete einst ein verletzter Reiher in der heißen Quelle. Er wurde vollständig geheilt, und so erkannten die Menschen die Heilkraft des Wassers – weshalb der Reiher bis heute das Symbol des Onsen ist. Ich finde es ein schönes Andenken, da es nur hier erhältlich ist und für mich direkt mit meinem Besuch verbunden bleibt.

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Dogo Onsen
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Frisch nach dem Bad
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Handtuch vom Onsen

Anschließend machte ich mich noch einmal auf den Weg zur Matsuyama-Burg, diesmal jedoch mit dem Sessellift nach oben. Der Aufstieg dauert zwar nur etwa 30 Minuten, aber bei schwülen 32 °C wollte ich mir das nicht nochmal antun. Dieses Mal konnte ich mir auch die Burg von innen ansehen, da ich sie am Vorabend nur von außen bewundert hatte. Im Vergleich zur Burg Himeji, die sehr groß und ehrwürdig ist, wirkte Matsuyama-Burg innen weniger leer, aber auch nicht so „neu“ und vollgestopft wie Osaka-Burg. Es gab einige Samurai-Rüstungen, Schwerter und andere Ausstellungsstücke aus der Vergangenheit zu sehen.

Danach ging es zurück ins Hotel, um mich abzukühlen und frisch zu machen. Am Abend schlenderte ich noch einmal durch die Einkaufsstraße von Matsuyama und machte schließlich doch noch eine Runde auf dem Riesenrad.

Gestern stand wieder ein Reisetag an. Dieses Mal musste ich ins Flugzeug steigen, denn mein Ziel war die subtropische Insel Okinawa. Da es sich um einen kleineren Flughafen und einen Inlandsflug handelte, war die englische Beschriftung nicht überall ideal, doch insgesamt war es unkompliziert, und ich kam problemlos in Naha, Okinawa an. Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit einem Einkaufsbummel in der Kokusai-dōri. Da ich weder Strandtuch noch Flip-Flops dabeihatte, musste ich mich eindecken – schließlich will ich die kommenden Tage am Strand verbringen. Eigentlich hatte ich gehofft, ein hübsches Strandtuch als Souvenir zu finden, doch in den Läden gab es fast ausschließlich Handtücher und Utensilien mit dem Logo der lokalen Brauerei. Also nahm ich das günstigste – vielleicht finde ich direkt am Strand noch etwas Schöneres.

Damit bin ich nun vollständig für den Strand ausgerüstet und freue mich schon auf den heutigen Ausflug.

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