Gestern war eigentlich ein Ruhetag geplant. Zuerst packte ich meinen Koffer und gab ihn an der Hotelrezeption für den Versand ins nächste Hotel ab – ein in Japan sehr üblicher Service, der das Reisen deutlich erleichtert. Da es am Morgen noch trocken war, bin ich jedoch zum Zuihōden-Mausoleum von Date Masamune gefahren. Dort gibt es einige sehr schön gestaltete Holzgebäude, aber nach etwa 30 Minuten gemütlichen Anschauens war ich auch schon durch.
Zurück im Hotel war die Reinigung noch nicht fertig. Interessant fand ich, dass fast alle Zimmer auf dem Stockwerk offenstanden. Also bin ich noch einmal raus und habe ein Soba-Schnellrestaurant ausprobiert. Als ich zurückkam, war mein Zimmer immer noch offen. Diesmal wartete ich im Zimmer und las, bis die Reinigungskraft kam. Als sie mich bemerkte, entschuldigte sie sich mehrmals und beeilte sich. Danach prüfte ich kurz, ob noch alles da war – das war es. Allerdings stellte ich fest, dass ich meinen Pass im kleinen Rucksack gelassen hatte, bevor ich ihn in den großen Koffer packte und nach Himeji schickte. Nun hieß es hoffen, dass der Kofferversand problemlos klappt.
Da es am Nachmittag heftig regnete, nutzte ich die Zeit zum Zocken – das erste Mal seit meiner Krankheitspause, als ich nicht in die Schule gehen konnte. Ansonsten habe ich viel geschlafen.
Heute stand dann fast nur die Reise nach Himeji auf dem Programm. Mit weniger Gepäck war es deutlich entspannter. Diesmal musste ich zwei Shinkansen nehmen und in Tokio umsteigen. Die 40 Minuten Aufenthalt dort haben mir schon gereicht – gefühlt herrschten wieder über 40 °C.
Der Rest der Reise verlief ereignislos, und ich kam gut im Hotel an. Mein Koffer wartete bereits dort, und wie gedacht, fand ich meinen Pass schnell im kleinen Rucksack wieder. Das Hotel liegt allerdings etwas „ab vom Schuss“, sodass es nicht so einfach ist, spontan rauszugehen und ein Restaurant zu suchen. Da ich hier aber ohnehin nur zwei Nächte bleibe, ist das überschaubar.