Schon wieder sind zwei Tage wie im Flug vergangen. Am Dienstag habe ich neben dem letzten Blogeintrag endlich die Flüge nach Okinawa gebucht – Hin- und Rückflug stehen also fest. Es fühlt sich plötzlich sehr real an, dass ich Tokio nach fast sechs Wochen bald wieder verlassen werde.
Der Schultag begann mit einer kleinen Session für uns „Absolventen“ der Woche. Dabei ging es um das Feedback-Formular, das in der App aufgeschaltet wurde. Interessant fand ich die Bitte der Schule, unbedingt eine 9 oder 10 bei der Gesamtbewertung zu geben, falls es einem gefallen hat – da in Japan wohl alles unter 9 schon eher negativ interpretiert wird. Nun ja, zu spät: Ich hatte meine 7 schon abgegeben. Selbst mit der Info vorher hätte ich keine 9-10 vergeben, denn für mich bedeutet das „außergewöhnlich gut“. Und obwohl ich die Zeit hier sehr genossen habe, gab es eben doch einige Kleinigkeiten, die sich in Summe bemerkbar machen.
Am Mittwoch kam dann noch eine Mail der Schweizer Agentur, dass ich vor Ort bald ein Feedback-Formular erhalte – zwei Fragen dazu betreffen sie direkt. Hier habe ich schon im Voraus gut bewertet, denn Organisation, Infoanlässe und Betreuung waren wirklich top.
Der Unterricht selbst war am Dienstag eher zäh. Weil eine Lehrerin krank war, wurden die Klassen zusammengelegt und wir mussten eine Doppelstunde fast identisch wiederholen, die wir schon am Montag gehabt hatten. Auch danach war es nicht viel spannender.
Mittwochvormittag hatten Markus und ich ein kleines „Ticketprojekt“: Er versuchte von der Schweiz aus Plätze fürs Ghibli-Museum zu bekommen, ich für das Jidai Matsuri. Leider beide erfolglos – bei mir war schon alles ausverkauft und Markus landete mit 9000 Leuten vor sich in der Warteschlange.
Am Nachmittag war ich noch shoppen: ein paar bedruckte T-Shirts und einige schöne Kalligraphie-Utensilien wanderten in meine Tasche.
Am Abend stand dann meine letzte EF-Aktivität auf dem Plan: das Welcome Dinner Yakiniku (japanisches BBQ), das ich schon in meiner zweiten Woche besucht hatte. Im letzten Eintrag habe ich geschrieben, dass die meisten Gerichte zwar Fleisch/Fisch haben aber nur in kleinen Mengen. Das Yakiniku war ein «all you can eat» Essen und ich genoss es mal wieder richtig viel Fleisch zu essen. Es war ein schöner Abschluss der gemeinsamen Abende.
Das nächste Mal werde ich wohl am Freitag schreiben, wenn der Koffer für die zweite Etappe meines Sabbaticals gepackt ist. Nach sechs Wochen Schule, Lernen, Gastfamilie und Alltag freue ich mich nun riesig darauf, weitere japanische Städte und ihre Besonderheiten zu erkunden.