Ein letzter Abend in Tokio

Jetzt vergeht die Zeit richtig schnell. Zu zweit fühlt sich vieles anders an – selbst Zugfahrten oder Wartezeiten sind plötzlich unterhaltsamer und verfliegen wie im Nu.
Gestern hatten wir Tickets für den Skytree, einen 634 m hohen Turm, aktuell der dritthöchste der Welt. Er hat zwei Aussichtsdecks – eines auf 350 m und eines auf 450 m – von denen man bei gutem Wetter einen weiten Blick über ganz Tokio hat. Obwohl für den Tag eigentlich Regen angekündigt war, hatten wir Glück: pünktlich zu unserem Besuch klarte es auf, und wir konnten die beeindruckende Aussicht genießen. Nur der Fuji blieb die ganze Zeit hinter Wolken verborgen.
Eigentlich war während unserer drei Tage in Tokio ein Tagesausflug in eine Stadt am Fuß des Fuji geplant, aber laut Wetterbericht hätte es dort nur geregnet – also blieb es bei der Idee.

Am Abend haben wir noch eine kleine Bar-Tour gemacht. Eine davon hätte man ohne Insiderwissen wohl nie gefunden – der Eingang war als Schließfach getarnt und von außen völlig unauffällig.

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Heute waren wir dann viel in Tokio unterwegs, um uns noch einmal mit Souvenirs einzudecken. Um die neuen Einkäufe im Koffer unterzubringen, muss ich jetzt auf Vakuumbeutel zurückgreifen. Selbst damit ist der Koffer allerdings fast zu schwer für den Gepäcktransport. Für den Flug habe ich noch genug Gewicht zur Verfügung, also kann ich mir in Osaka – der letzten Station unserer Reise – noch das eine oder andere gönnen. Bis dahin muss ich aber aufpassen, dass der Koffer nicht weiter zunimmt.

Heute Abend spüre ich eine gewisse Wehmut. Nach neun Wochen ist es mein letzter Abend in Tokio, und mir wird bewusst, wie sehr mir diese Stadt ans Herz gewachsen ist. Vielleicht ist es gerade dieses Gefühl, das mich dazu bringt, den Fokus nun etwas zu verschieben – weg vom Schreiben, hin zum Erleben.

Daher wird dies mein letzter regelmäßiger Eintrag sein, damit ich Japan in den kommenden drei Wochen noch einmal ganz bewusst genießen kann.
Es kann gut sein, dass ich bei besonderen Momenten oder wenn ich zwischendurch etwas mehr Muße habe, doch noch den einen oder anderen Beitrag verfasse – wahrscheinlich dann aber nachträglich.

Das hier sind also noch keine Abschiedsworte, sondern eher eine kleine Pause. Ich freue mich darauf, die restliche Zeit hier ganz einzutauchen – und vielleicht das eine oder andere Erlebnis später mit euch zu teilen.

1 Kommentar zu «Ein letzter Abend in Tokio»

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