Was sich letzte Woche noch als leichte Erkältungsanzeichen eingeschlichen hatte, entwickelte sich am Sonntag bereits zu starkem Husten und Heiserkeit bis hin zu fast komplettem Stimmverlust. Ein Tag Ruhe hat zwar gutgetan, und am Montagmorgen hatte ich wieder ein wenig mehr Stimme, aber die Nacht war von Husten unterbrochen. Allein der Gedanke an eine Stunde Fahrt im stark klimatisierten Zug ließ mich zurückschrecken, daher beschloss ich, den Unterricht ausfallen zu lassen. Stattdessen habe ich den Tag ähnlich wie Sonntag verbracht: viel Schlaf, etwas YouTube und ein paar Runden PC-Spiele.
Dienstag
Heute Morgen ging es mir etwas besser, aber die Nacht war erneut unruhig. Eigentlich stand eine EF-Aktivität auf dem Plan: ein Besuch des Kaiserpalasts. Ich meldete mich jedoch ab und ging stattdessen direkt bei der Schule vorbei, um nach einem Arzt zu fragen. Praktisch: im selben Tower gibt es eine Klinik, an die EF ihre Schüler schickt.
Der Arztbesuch war unkompliziert. Die Ärztin sprach passables Englisch und wirkte routiniert im Umgang mit internationalen Studenten. Heraus kam ein japanisches Arztzeugnis – und eine überraschend lange Liste an Medikamenten: ganze sechs verschiedene Präparate! Zusätzlich wollte sie mir noch Antibiotika verschreiben, was in Japan offenbar recht üblich ist, auch nur vorsorglich. Da ich das nicht wollte, habe ich in der Apotheke nachgefragt. Nach kurzer Rücksprache mit der Ärztin wurde das Rezept angepasst, und so blieb ich bei meinen sechs Medikamenten.
Mit dem Arztzeugnis ging ich noch kurz in der Schule vorbei, aß etwas Kleines und machte mich dann wieder auf den Heimweg, um mich weiter zu kurieren.
Ausblick
Ab morgen plane ich, wieder in die Schule zu gehen – beim wöchentlichen Willkommens-Dinner habe ich mich aber sicherheitshalber abgemeldet.