Schon wieder sind zwei Tage vergangen. Die Zeit vergeht viel zu schnell, wobei es ein gewaltiger Unterschied ist, ob ich nur herumreise oder in der Sprachschule bin. Vor allem jetzt, da ich aktuell jeden zweiten oder dritten Tag meine Sachen wieder zusammenpacke und weiterreise. Natürlich packe ich den Koffer nicht komplett aus, sondern entnehme nur die Kleidungsstücke, die ich gerade brauche. Deshalb freue ich mich schon auf nächste Woche: Dann habe ich drei volle Tage in Okinawa am Strand und endlich eine Pause vom ständigen Sightseeing und Reisen.
Gestern stand wieder ein Hotelwechsel an – ich bin von Himeji nach Hiroshima gefahren. Das Hotel hier liegt nur fünf Minuten vom Bahnhof entfernt und gefällt mir richtig gut. Kein Vergleich zu dem in Himeji. Da es, wie prognostiziert, den ganzen Tag geregnet hat, blieb ich nach dem Check-in im Hotel und habe ein kleines Entspannungsprogramm gemacht.
Heute bin ich dann wieder früh los, denn ich wollte auf die Insel Miyajima, die für ihr großes Torii im Wasser bekannt ist. Um 9 Uhr war ich bereits dort, genau zur Flut, sodass ich die ikonischen Bilder machen konnte.
Danach habe ich mir den dazugehörigen Schrein, einen weiteren Tempel und die Ortschaft angeschaut. Überall liefen Rehe herum, die überhaupt nicht scheu sind. Was an der Nordsee die Möwen sind, sind hier die Rehe: Hat man etwas zu essen in der Hand, muss man wirklich aufpassen – sonst „schwupps“, und das Reh hat den Snack schon geklaut. Ich habe mir auf der Insel dann noch etwas Zeit vertrieben, da ich bis zur Ebbe warten wollte. Bei Ebbe kann man nämlich direkt bis zum Torii laufen.
Zurück im Hotel habe ich Wäsche gewaschen, da ich meinen Koffer morgen schon wieder voraus schicken werde. Die nächste Reiseetappe mache ich nämlich am Dienstag mit der Fähre, und da wäre der große Koffer eher hinderlich. Zum Abendessen bin ich noch zu einem mexikanischen Restaurant spaziert – ich hatte richtig Lust auf einen Burrito 🙂
Das war’s dann auch schon wieder für heute.