Freitag: Präsentationserfolg und Schreinbesuche in Shibuya

Heute ging es sehr früh los – bereits um 6:50 Uhr musste ich das Haus verlassen, denn um 8:50 Uhr begann der Unterricht. Am Orientierungstag hatten sie uns erklärt, dass montags bis donnerstags neuer Schulstoff vermittelt wird und freitags Projektarbeit angesagt ist. Genau so war es auch heute.

Zunächst haben wir in der Klasse ein paar interaktive Quiz mit dem Handy gemacht – zu Vokabeln, Grammatik und Satzbau. Ich habe den 3. Platz von über 30 Teilnehmenden belegt! Das viele Lernen zahlt sich also definitiv aus.

Im nächsten Schritt sollten wir uns erneut in Dreiergruppen vorstellen: Name, Alter, Herkunft, Beruf. Danach ging es in Zweiergruppen weiter – wir mussten uns gemeinsam eine fiktive Familie ausdenken und diese anschließend vor der ganzen Klasse präsentieren. Für die Vorbereitung hatten wir die restliche erste Doppelstunde sowie die komplette zweite Doppelstunde zur Verfügung.

Ich war mit Marcus aus Schweden in einem Team. Wir waren schnell einig und hatten schon nach der ersten Doppelstunde alles vorbereitet, sodass wir genug Zeit zum Üben hatten. In der Mittagspause bin ich dann mit Marcus und einem weiteren Mitstudenten erneut zu The Great Burger gegangen – ich hatte so davon geschwärmt, dass die beiden ebenfalls Lust bekommen hatten. Der Burger war wieder fantastisch!

Zur dritten Doppelstunde standen dann die Präsentationen auf dem Plan. Marcus hat sofort reagiert, als der Lehrer fragte, wer anfangen möchte – das hatten wir so abgesprochen, denn wir wollten früh dran sein. Unsere Präsentation lief richtig gut, wir konnten den Text sicher vortragen. Danach wollte erst einmal niemand als Zweites präsentieren – fünf Minuten lang zögerte die Klasse, bis sich eine weitere Gruppe fand. Anscheinend hatten wir die Messlatte recht hoch gelegt.

Da es anschließend zeitlich eng wurde, hat der Lehrer die Bewertungen auf Montag verschoben. In der EF-Schul-App konnte ich aber bereits ein Grad A entdecken – das erste Sechstel meiner Sprachschule also mit Bestnote bestanden. Hurraaaaaa!

Zum ersten Mal seit Schulbeginn hatte ich etwas früher Schluss und musste nicht direkt nach Hause. Da es heute auch nicht ganz so heiß war, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin in Shibuya auf die Suche nach Tempeln und Schreinen gegangen, um mein Goshuin-chō weiter zu füllen. Die Verkaufsstände schließen meist um 16 Uhr – für drei Schreinbesuche hat es noch gereicht.

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Diesmal klare Sicht über Tokio
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Konno Hachimangu Schrein
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Mitten zwischen Hochhäuser
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Der rote Pfeil zeigt wo die EF Schule ist
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Gozilla kämpft mit Drachen vor einem Büro Tower

Heute Abend nutze ich die Zeit, um die restlichen Vokabeln dieser Woche in meine Lern-App einzutragen – so kann ich morgen während der Busfahrt gleich weiterlernen.

Übrigens: Am Mittwoch hatte ich ja am International Cafe-Event teilgenommen und mich am Ende mit einigen EF- und japanischen Studenten über Instagram vernetzt. Umso mehr habe ich mich heute gefreut, als ich gesehen habe, dass eine von ihnen ein weiteres Treffen organisiert – am Montagabend geht’s gemeinsam Sushi essen, außerhalb der Schule! Ich glaube, ich werde am Sonntag schon ein paar Vokabeln für Montag vorlernen, damit ich den Abend auch wirklich entspannt genießen kann.

3 Kommentare zu «Freitag: Präsentationserfolg und Schreinbesuche in Shibuya»

  1. Du bist ja mega fleissig, da hast du dir Platz 3 verdient. Die vielen Schriftzeichen sehen schwierig aus, da braucht es viel Durchhaltevermögen.
    Wer wohnt denn noch mit dir bei der Gastfamilie – kommen die alle mit in deinen Kurs bzw. jeden Tag mit zur Schule?

    1. Wir sind insgesamt vier Studenten in der Gastfamilie. Der erste kommt aus Mexiko, ist 28 Jahre alt und bereits seit über einem Monat in der Sprachschule – allerdings in einer anderen als EF. Der zweite ist Norweger, 20 Jahre alt. Er hat aktuell einige Schwierigkeiten mit der Gastmutter, und es kann sein, dass er in den nächsten Tagen das Haus verlassen muss oder will. Der letzte im Bunde ist ein 17-jähriger Slowake. Beide sind wie ich bei EF und absolute Anfänger. Ich bin aber mit keinem von beiden in derselben Klasse. Der Slowake hat auch zu anderen Zeiten Unterricht – eventuell, damit er abends nicht so spät pendeln muss. Mit dem Norweger bin ich nur zweimal zur Schule gefahren. Ich bin gerne etwas früher dort, da es trotz der pünktlichen Züge während der Rushhour passieren kann, dass man den Anschlusszug verpasst.

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