Es ist nicht ganz so viel passiert – langsam stellt sich eine gewisse Routine ein. Gestern hatte ich erst spät Schule, also habe ich den Vormittag zum Ausschlafen genutzt, ein wenig für den Unterricht gearbeitet und ansonsten im Internet nach möglichen Wochenendzielen gestöbert. Ganz entschieden habe ich mich noch nicht, zumal ohnehin ein Festival mit der Schule ansteht. Größere Ausflüge sind da also nicht möglich.
In der Schule gab es nicht viel Neues – ein neues Kapitel, ein paar Vokabeln.
Heute begann der Unterricht erst am Nachmittag, deshalb habe ich den Vormittag ähnlich wie gestern verbracht. Neben Wiederholungen der Hiragana Zeichen haben wir dann mit den Katagana Zeichen angefangen. Die Lehrerin meinte dabei immer, wir würden „Karate“ machen: Mit der Handbewegung zeichneten wir die Strichfolge der Katakana in die Luft, begleitet von „Swisch“ und „Swusch“-Geräuschen. Es war teilsweise etwas lächerlich aber ich verstehe den Gedanke dahinter. Ansonsten waren die Tage eher zäh, da wir viele einfache Wiederholungen gemacht haben.
Interessant ist, wie sich die Schülerschaft verändert. Noch vor zwei Wochen waren Essbereich und Sitzgruppen völlig überfüllt. Jetzt sind die Plätze nur noch zu etwa drei Vierteln besetzt – fast immer findet man sofort einen Platz. Laut einer Mitarbeiterin von EF sind am Wochenende rund 100 Studenten abgereist, während nur ca. 30 neu angefangen haben. Offenbar habe ich wirklich zum absoluten Peak gestartet. Mal sehen, wie leer es in den nächsten Wochen noch wird.
Trotzdem sind die Aktivitäten weiterhin rasch ausgebucht. Ein dreitägiger Ausflug nach Südkorea war zum Beispiel sofort weg. Gebucht habe ich ihn nicht: Zum einen möchte ich nicht so viele Fehlstunden haben, da er während 2 Schultagen stattfindet, zum anderen ist wieder mit Gruppenzimmer zu vier zu rechnen, ähnlich wie bei dem Ausflug zum Mt. Fuji es der Fall war. Das muss ich nicht wirklich haben. Falls ich nach Südkorea reisen möchte, kann ich das irgendwann auch selbst planen. Stattdessen habe ich mich für morgen für einen Kalligraphie-Kurs angemeldet – er überschneidet sich zwar mit zwei Doppelstunden, aber das ist überschaubar. Da viele Aktivitäten meinen Stundenplan schneiden, habe ich einige nicht belegt aber Kalligraphie interessiert mich wirklich.
Nach dem heutigen Unterricht stand wieder das traditionelle Welcome Dinner auf dem Programm, wie jeden Mittwoch. Dieses Mal gab es Teppanyaki – Gerichte, die direkt auf einer heißen Platte am Tisch zubereitet werden. Mit dabei waren wieder Francesco, Marcus und Yannik. Für Francesco und Marcus ist dies die letzte Woche, daher war es besonders schön, noch einmal gemeinsam Zeit zu verbringen.
Zum Abschluss hier noch die Kochanleitung von meinem Gericht: Okonomiyaki – eine Art japanischer Pfannkuchen. Ein würdiger Abschluss eines sonst eher ruhigen Tages.
In diesem Restaurant erhält man die Zutaten bereit zusammengestellt.
Zuerst wird der Inhalt der rechten Schale gut durchgerührt.
Der Inhalt der Schale wird dann auf die heisse Tischplatte geleert und zu einem runden «Pfannkuchen» geformt.
Bevor man den Okonomiyaki dreht (nach ca. 8 Minuten), kommt noch Speck darauf.
Hier sieht man den gewendeten Okonomiyaki. Parallel dazu wird ein frisches Spiegelei auf der Platte gebraten.
Danach wird der Okonomiyaki auf das Ei gesetzt und dann gewendet. So ist der Speck nun zwischen dem Ei und dem Restlichen Pfannkuchen.
Den Okonomiyaki nun noch mit einer speziellen Okonomiyaki Sauce und Mayonnaise garnieren und fertig.
Lecker!
Noms! sieht gut aus. Es gibt übrigens noch so spezielle Fish Flakes die man über das Okonomiyaki streuen kann 😊 Wenn dann der Pfannkuchen warm ist und noch Hitze absondert, sehen diese aus als ob sie noch leben würden 😂
google nach Bonito Flakes oder Fish Flakes