Willkommen bei der Gastfamilie

Heute stand ein kleiner, aber bedeutender Umzug an: Von meinem Hotelzimmers in Akihabara ging es weiter zur Gastfamilie – und damit direkt in den japanischen Alltag. Nach dem Auschecken am Morgen habe ich es ruhig angehen lassen. Die Hitze (diesmal bis 35 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit) lud nicht gerade zum Herumspazieren ein. Also nutzte ich die Gelegenheit und blieb in der Lobby, meinem neuen Goshuin-Blog ein passendes Design zu verpassen und die ersten Einträge mit Fotos und Karten zu erstellen.

Am späten Vormittag habe ich dann nochmal einen kurzen Bummel durch Akihabara gemacht und weitere Geschäfte durchstöbert. Ich musste mich schon zurückhalten etwas zu kaufen, da ich es dann 12 Wochen mit mir herumtrage obwohl ich in den letzten 3 Wochen nochmals in Tokio sein werde.

Gegen 15:30 Uhr wurde es dann ernst: Zeit, zur Gastfamilie aufzubrechen. Der Wohnort der Gastfamilie war 1.5 km vom Bahnhof entfernt, mit vollem Gepäck und der allgegenwärtigen Hitze wurde auch dieser Spaziergang zu einer kleinen Herausforderung. Unterwegs versuchte ich, mir noch ein paar Standard-Willkommensfloskeln ins Gedächtnis zu rufen – mit mäßigem Erfolg. 

Angekommen wurde ich herzlich empfangen. Die Gastfamilie besteht aus einer älteren Dame, die das Haus führt, sowie zwei weiteren Sprachschülern, die heute ebenfalls eingetroffen sind: ein 20-jähriger Norweger und ein 17-jähriger Slowake. Unsere Japanischkenntnisse befinden sich auf etwa demselben Niveau – was sofort für ein gewisses Gemeinschaftsgefühl gesorgt hat. Wir tasten uns gemeinsam an den japanischen Alltag heran und unterstützen uns bei jeder noch so kleinen Herausforderung. Die Atmosphäre ist offen und freundlich – ein wirklich guter Start.

Unsere Gastmutter ist eine ruhige, sehr freundliche Frau, die viel Geduld mit uns aufbringt. Sie hat uns gleich das Haus gezeigt, die wichtigsten Regeln erklärt  und uns ein leckeres Abendessen gekocht.

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke aus dem Viertel, in dem die Gastfamilie lebt.

Ich bin gespannt, was die kommenden Tage bringen – aber der erste Eindruck stimmt auf jeden Fall.

2 Kommentare zu «Willkommen bei der Gastfamilie»

  1. Prima. Sieht so aus, als wärst du erstmal gut aufgehoben. Yuki hat übrigens noch gemeint, dass die Temperaturen im Sommer für Europäer eher ungeeignet seien, weshalb auch sie selbst (als Japanerin) immer nur im April und Oktober nach Japan geht. Aber du packst das, mein Freund.

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